Schädelbasischirurgie

Manche Tumoren und Erkrankungen entstehen nicht im Grosshirn selbst, sondern an der Schädelbasis – einem anatomisch besonders anspruchsvollen knöchernen Bereich des Schädels, der wichtige Hirnregionen, Nerven und Blutgefässe schützt. Die Behandlung solcher Erkrankungen erfolgt im Rahmen der Schädelbasischirurgie. Aufgrund der Nähe zu wichtigen Hirnnerven und Blutgefässen erfordert dieser Eingriff eine hohe Spezialisierung sowie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Direktlinks

    Beschreibung

    Wann wird eine Schädelbasisoperation empfohlen?

    Eine operative Behandlung an der Schädelbasis kann notwendig werden, wenn beispielsweise ein Tumor an der Schädelbasis wächst und Beschwerden verursacht. Zu den typischen Erkrankungen zählen unter anderem:

    • Vestibularisschwannome (Tumoren des Gleichgewichtsnervs)

    • Schädelbasismeningeome (Hirnhauttumoren)

    • Hypophysentumoren (Tumoren der Hirnanhangsdrüse)

    • andere gutartige oder bösartige Schädelbasistumoren

    Die Behandlungsstrategie wird individuell in der interdisziplinären ZNS-Tumorkonferenz oder im Hypophysenboard geplant, unter Berücksichtigung von Tumorart, -lage, Verlauf und den Beschwerden der betroffenen Person.

    Ablauf einer Schädelbasisoperation

    Aufgrund der komplexen Anatomie der Schädelbasis wird jede Operation individuell geplant. Moderne mikrochirurgische Techniken, bildgebende Verfahren zur Navigation sowie das intraoperative Monitoring wichtiger Hirnnerven- und Bahnfunktionen unterstützen dabei, Tumorgewebe möglichst sicher zu entfernen und gleichzeitig Funktionen wie Hören oder Gesichtsbewegungen zu schützen.

    Operationen an der Hirnanhangsdrüse erfolgen meistens endoskopisch über die Nase. Je nach Tumorlage wird die Operation in Zusammenarbeit mit weiteren Fachdisziplinen durchgeführt, beispielsweise mit der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde oder anderen spezialisierten Bereichen.

    Wirksamkeit und Nachsorge

    Ziel der Schädelbasischirurgie ist eine möglichst vollständige Tumorkontrolle bei gleichzeitigem Erhalt wichtiger Hirnnervenfunktionen. Wie viel Tumor entfernt werden kann, hängt wesentlich von der Grösse, Lage und Art des Tumors ab.

    Die Nachsorge erfolgt individuell und umfasst regelmässige klinische Untersuchungen sowie MRI-Kontrollen. Je nach Tumorart können weitere Behandlungen (z. B. medikamentöse Therapien) oder langfristige Verlaufskontrollen notwendig sein.

    Kontakt

    Kontakt

    Krankheitsbilder

    Krankheitsbilder

    Diese Behandlungsmethode kann bei folgenden Krankheitsbildern in Betracht gezogen werden.

    Häufige Fragen zur Schädelbasischirurgie

    Häufige Fragen zur Schädelbasischirurgie

    Was unterscheidet die Schädelbasischirurgie von anderen Hirnoperationen?

    Die Schädelbasis ist ein besonders enger und komplexer anatomischer Bereich mit vielen wichtigen Nerven und Gefässen in unmittelbarer Nähe. Deshalb erfordert die Operation spezielle Zugangswege, wie zum Beispiel der endoskopische Zugang zur Hirnanhangsdrüse.


    Muss ich nach der Operation mit bleibenden Ausfällen rechnen?

    Vorübergehende Beschwerden sind möglich und hängen von der Tumorlage ab. Dank moderner Operationstechniken lassen sich bleibende Ausfälle in vielen Fällen vermeiden oder das Risiko hierfür deutlich reduzieren.


    Wie sieht die Nachsorge nach einer Schädelbasisoperation aus?

    In der Regel sind regelmässige klinische Kontrollen und MRI-Untersuchungen vorgesehen, um den Behandlungserfolg zu überwachen und frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.


    Fachgebiete zum Thema