Mikrochirugische Operation in der Neurochirurgie

Viele Eingriffe am Gehirn und an der Wirbelsäule werden mikrochirurgisch durchgeführt, das heisst unter Verwendung eines Operationsmikroskops, das feinste Strukturen stark vergrössert sichtbar macht. Diese Technik kommt bei ganz unterschiedlichen Krankheitsbildern zum Einsatz – etwa bei der Entfernung von Hirntumoren, beim operativen Verschluss von Hirnaneurysmen (Clipping) oder bei der Behandlung von Bandscheibenvorfällen. Ziel ist immer, mit höchster Präzision zu arbeiten und dabei umliegende Strukturen bestmöglich zu schonen. Das genaue operative Vorgehen wird individuell anhand der Diagnose, der betroffenen Region und der Patientenspezifischen Faktoren festgelegt.

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    Beschreibung

    Wann wird eine mikrochirurgische Operation empfohlen?

    Nicht jede Erkrankung des Gehirns oder der Wirbelsäule muss operiert werden. Eine mikrochirurgische Operation kommt unter anderem in folgenden Situationen infrage:

    • Hirntumoren, die Beschwerden verursachen oder wachsen

    • Hirnaneurysmen, bei denen das Risiko einer Blutung grösser ist als das Behandlungsrisiko

    • Wirbelsäulenerkrankungen wie beispielsweise Bandscheibenvorfälle oder Tumoren des Rückenmarks

    Die Entscheidung für eine mikrochirurgische Operation wird nach einer ausführlichen Diagnostik gemeinsam mit Fachärztinnen und Fachärzten verschiedener Disziplinen getroffen, beispielsweise im Rahmen einer interdisziplinären Hirntumor- oder Gefässkonferenz.

    Ablauf einer mikrochirurgischen Operation

    Der Zugang zum Gehirn wird für jeden Eingriff individuell geplant und richtet sich nach der Lage des Befunds. Moderne technische Hilfsmittel unterstützen dabei die Präzision und Sicherheit der Operation. Je nach Art des Eingriffs kommen unter anderem folgende Verfahren zum Einsatz:

    • Neuronavigation:

      unterstützt die Planung des Zugangs sowie die genaue Lokalisation von Tumoren, Gefässveränderungen oder anderen Zielstrukturen – auch während der Operation.

    • Elektrophysiologisches Monitoring:

      überwacht wichtige Hirnfunktionen und Nervenbahnen während der Operation.

    • Fluoreszenzverfahren:

      können beispielsweise Tumorgewebe oder Gefässstrukturen sichtbar machen und so die Operation unterstützen.

    • Intraoperative Bildgebung (z. B. Ultraschall oder intraoperatives MRI):

      ermöglicht die Beurteilung des Operationsergebnisses bereits während des Eingriffs.

    Bei einem Aneurysma-Clipping wird beispielsweise ein kleiner Metallclip so am Aneurysma platziert, dass dieses vom normalen Blutkreislauf abgetrennt wird. Dadurch wird das Risiko einer erneuten Blutung verhindert, während der ursprüngliche Gefässverlauf erhalten bleibt.

    Wirksamkeit und Erfolgschancen

    Bei tumorösen Befunden wird eine möglichst vollständige Entfernung des Tumors bei gleichzeitigem Erhalt wichtiger Hirnfunktionen angestrebt – man spricht hierbei auch von einer Maximal-Safe-Resection. Bei Gefässeingriffen wie dem Aneurysma-Clipping steht der zuverlässige Verschluss des Aneurysmas im Vordergrund, um das Risiko einer Blutung dauerhaft zu senken. Wie weit sich diese Ziele erreichen lassen, hängt wesentlich von Art, Grösse und Lage des Befunds sowie von der Nähe zu empfindlichen Hirnstrukturen ab.

    Bei tumorösen Eingriffen wird das entnommene Gewebe im Anschluss feingeweblich und, falls notwendig, molekular untersucht. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die weitere Therapieplanung, beispielsweise eine ergänzende Radiotherapie oder Chemotherapie, sowie für die anschliessende Nachsorge.

    Kontakt

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    Krankheitsbilder

    Krankheitsbilder

    Diese Behandlungsmethode kann bei folgenden Krankheitsbildern in Betracht gezogen werden.

    Häufige Fragen zu mikrochirurgischen Operationen

    Häufige Fragen zu mikrochirurgischen Operationen

    Wann kann ich nach der Operation wieder nach Hause?

    Der Spitalaufenthalt richtet sich nach der Art des Eingriffs und dem individuellen Heilungsverlauf und liegt in der Regel bei einigen Tagen. Die genaue Dauer wird im Verlauf der Behandlung besprochen.


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