Gynäkozytologie

Die Gynäkozytologie untersucht Zellabstriche aus dem Genitalbereich zur Krebsvorsorge.

Es werden konventionelle Abstriche und Material für Dünnschichtzytologie (ThinPrep® PAP Test) untersucht. Neben der mikroskopischen Beurteilung können mittels molekularer Verfahren auch Papillomaviren (HPV), Chlamydien und andere sexuell übertragbare Erreger am Abstrichmaterial nachgewiesen werden.

Hinweise

HPV-Nachweis und Genotypisierung

Der Nachweis und die Genotypisierung von high-risk humanen Papilloma-Viren erfolgen mit dem Seegene Allplex TM HPV 28 Detection-Assay. Der Test ermöglicht den Nachweis von 19 high-risk HPV-Typen (16, 18, 26, 31, 33, 35, 39, 45, 51, 52, 53, 56, 58, 59, 66, 68, 69, 73, 82) und von 9 low-risk HPV-Typen (6, 11, 40, 42, 43, 44, 54, 61, 70), inklusive Mischinfektionen mit mehreren Typen.

Die Bestimmung des genauen Virentyps ermöglicht eine präzisere Abschätzung des Dysplasierisikos und des Progressionspotentials und damit ein individuelleres klinisches Vorgehen (HPV 16 und 18 weisen ein höheres Progressionsrisiko als andere high-risk Typen auf) und ermöglicht bei wiederholten Untersuchungen das Erkennen einer Typen-spezifischen Viruspersistenz, welche ebenfalls ein höheres Progressionsrisiko darstellt.

Die HPV-Typisierung kann in der Regel am Abstrichmaterial der ThinPrep® - Suspension durchgeführt werden. Dadurch kann die zytologische Beurteilung des Pap-Abstrichs bei Bedarf durch den HPV-Test ergänzt werden, ohne dass eine erneute Probenentnahme erforderlich ist.

Den HPV-Test führen wir einmal wöchentlich durch.


Nachweis von sexuell übertragbaren Krankheitserregern (Chlamydien u.a.)

Der Nachweis von sexuell übertragbaren Krankheitserregern erfolgt mit dem Seegene Allplex TM STI-7 Essential Assay.

Der Test ermöglicht den Nachweis von:

  • Chlamydia trachomatis

  • Neisseria gonorrhoeae

  • Trichomonas vaginalis

  • Mycoplasma hominis

  • Mycoplasma genitalium

  • Ureaplasma urealyticum

  • Ureaplasma parvum

Der Test kann in der Regel am Abstrichmaterial der Thin Prep® - Suspension durchgeführt werden, so dass sich eine separate Probenentnahme erübrigt.

Den STI-7 Test führen wir einmal wöchentlich durch.


Hinweise zur PAP-Abstrichentnahme

Bei Gebrauch eines Spatels und einer Bürste zur Abstrichentnahme sollte zuerst der Spatel verwendet werden. Der Spatel sollte mit sanftem Druck einmal im Uhrzeigersinn um 360 Grad gedreht und dann möglichst rasch 10-mal kräftig in der ThinPrep-Flüssigkeit geschwenkt werden. Danach sollte das Bürstchen in den Zervikalkanal eingeführt werden, bis nur noch die basalsten Borsten sichtbar sind. Das Bürstchen soll langsam um 90 bis maximal 180 Grad in eine Richtung gedreht werden. Drehungen über 180 Grad sollten vermieden werden, weil sie vermehrt zu Blutungen führen. Das Bürstchen muss danach rasch circa 10 Mal in der ThinPrep-Flüssigkeit rotiert werden, unter Andrücken der Borsten an die Gefässwand. Danach nochmals das Bürstchen kräftig in der Flüssigkeit schwenken, um weitere Zellen von den Borsten zu lösen.

  • Wenn möglich kein Gleitgel verwenden (falls nötig nur sehr sparsam verwenden).

  • Kein Carbomer-haltiges Gel verwenden (verstopft den ThinPrep-Filter).

  • Keine Abstrichentnahme während und kurz nach der Menstruation.

  • Abstrichentnahme vor der Jod- und Essigsäureprobe.

  • Bürstchen nicht im ThinPrep® -Töpfchen belassen.


Kontakt

Kantonsspital St.Gallen

+41 71 494 67 00

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